Klein Lukower SV überrascht Schiedsrichter

Die Schiedsrichter beim Fußball müssen viel einstecken: immer wieder Meldungen über tätliche Angriffe und Beleidigungen. Wie es anders geht, zeigten nun Vereine in Penzlin.

Der Klein Lukower SV aus Penzlin hat sich am Sonntag mit drei Spruchbändern bei den Schiedsrichtern im Land bedankt. „Danke Schiri“, „Respekt“ und „Fairness“ waren auf den drei Spruchbändern zu sehen.

Auch der Gegner des Klein Lukower SV, MSV Beinhart Klink, zeigte sich solidarisch und teilte die Aktion. Die Unparteiischen Heiko Wittkopp, Steve Bernau und Tom Kallmeyer freuten sich sichtlich über die Aktion.

In den folgenden 90 Minuten hatten die drei eine entspannte Partie ohne besondere Vorkommnisse. Nur zwei gelbe Karten wurden gezeigt. Lukow gewann übrigens klar mit 9:3 gegen Beinhart.

Hetzjagden, Fausthiebe, Beleidigungen

In den vergangenen Wochen kam es bundesweit aber auch in der Region immer wieder zu verbalen und körperlichen Angriffen auf Schiedsrichter. So etwa beim Spiel zwischen dem MSV Groß Miltzow II und dem SV Motor Süd Neubrandenburg III. Schiedsrichter Kersten Krüger schickte den Neubrandenburger Spieler Alaa Sbagh in der 76. Minute wegen eines groben Fouls mit Gelb-Rot von Platz. Daraufhin soll ihn der Trainer der Neubrandenburger, Mustafa Ibrahim, verbal sowie körperlich angegangen sein. Ibrahim wechselte sich kurz zuvor selbst ein. Der Schiedsrichter erstattete bei der Polizei Anzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung. Der Trainer beteuert seine Unschuld, der Fall liegt derzeit beim zuständigen Sportgericht.

Ebenfalls im Oktober schlug im südhessischen Münster ein Spieler einen Schiedsrichter k.o., nachdem dieser ihm eine Gelb-Rote Karte gezeigt hatte. Und auch in Essen kam es jüngst zu einer regelrechten Hetzjagd auf den Unparteiischen. Spieler des BV Altenessen attackierten nach der Partie gegen Barisspor 84 Essen den Schiedsrichter, der demselben Club angehört. Der Mann, den die SPieler über den Platz bis in die Kabine hetzten, verlor dabei einen Zahn und verletzte sich am Knie.

Coole Aktion am Sonnatg auf dem Sportplatz vom Klein Lukower SV. Hier wurde den Schiedsrichtern gedankt.

Quelle: Nordkurier vom 14.11.2019